Über die Bewegung für eine hass-freie Sprache im Internet

Im Internet findet man Informationen aus der ganzen Welt.

Jeder kann Infos ins Internet stellen.

 

Im Internet werden manchmal Leute beschimpft.

Schlimme Wörter werden benutzt.

Es gibt viele Leute die das doof finden.

Sie wollen eine hass-freie Sprache.

Die Gruppe heißt: No Hate Speech Movement.

Sie möchte was für eine bessere Sprache im Internet tun.

In vielen Ländern in Europa gibt es schon Projekte.

 

Ziel der Bewegung ist:

  • Hass-Sprache im Internet erkennbar machen
  • Gegen-Reaktionen entwickeln
  • Betroffenen helfen

Die Neuen deutschen Medienmacher

Seit Februar 2016 kümmern wir uns um die Bewegung in Deutschland.

Wir sind ein Verein.

Wir heißen: Neue deutsche Medienmacher.

 

In ganz Deutschland haben wir Mitglieder.

Die Mitglieder arbeiten im Medien-Bereich.

Sie kommen aus vielen Ländern.

Sie sprechen viele Sprachen.

Verschieden sein finden wir gut.

 

Der Verein möchte viele verschiedene Menschen in den Medien:

  • im Fernsehen
  • im Radio
  • in den Zeitungen

Die Bewegung für eine hass-freie Sprache im Internet

Es gibt sehr viele Menschen für eine hass-freie Sprache im Internet.

Mehr als es manchmal scheint.

Wir wollen zeigen:

  • Wir sind laut.
  • Wir sind freundlich.
  • Wir sind viele.

No Hate Speech Movement Deutschland

Telefon: 

030 - 269 472 31

Hass-Sprache verstößt gegen Menschen-Rechte

Welt-weit schützen Gesetze und Regeln vor Ausgrenzung:

Niemand darf wegen

  • Herkunft
  • Hautfarbe
  • Geschlecht
  • sexueller Orientierung
  • Religion
  • Behinderung

ausgeschlossen werden.

Das steht alles im Grund-Gesetz.

Wer Menschen mit Worten herabsetzt, handelt gegen die Menschen-Rechte.

 

Hass-Sprache verstößt gegen Menschen-Rechte

  • weil jeder dazu gehört.
  • weil niemand schlecht behandelt werden darf.
  • weil niemand Hass-Reden akzeptieren oder aushalten muss.

Wir dürfen zwar alle unsere Meinung frei äußern.

Man darf aber keinen herabsetzen.

Das ist falsch.

Meinungs-Freiheit ist die Freiheit, eine andere Meinung zu haben.

Diese Meinung darf man auch äußern.

Sie ist keine Erlaubnis für Beleidigungen.

Hass-Sprache heißt auf Englisch Hate Speech.

Was ist Hate Speech?

Hate Speech ist:

  • wenn man Sprache als Waffe einsetzt
  • um zu verletzen
  • wenn man andere runtermacht
  • wenn man sie angreift
  • oder jemand zu Hass und Gewalt gegen sie aufruft.

Dann nennt man das Hass-Sprache.

 

Die Hass-Sprache soll oft Gruppen von Menschen treffen.

Menschen aus anderen Ländern werden beschimpft.

Das ist Rassismus.

Menschen werden wegen ihres jüdischen Glaubens beschimpft.

Das nennt man Anti-Semitismus.

Frauen werden wegen ihres Geschlechts beschimpft.

Das nennt man Sexismus.

 

Die Hetze richtet sich heute oft gegen geflüchtete Menschen.

Auch gegen:

  • Menschen mit Behinderungen.
  • Homo-Sexuelle.

In Zukunft sind es vielleicht andere.

Die Menschen, die im Internet Hass-Sprache benutzen, nennt man Hater.

Wer sind die Hater?

Unter-suchungen über Hater sagen: 

  • solche Menschen sind gefühls-kalt.
  • solche Menschen sind selbst-gerecht.
  • solche Menschen sind selbst-süchtig.

 

Gegen den Hass muss man etwas tun.

Sonst werden die Hater mehr.

Die Hater wollen stören.

Die Hater warten gespannt auf die Reaktionen.

 

Was viele alleine vor dem Computer vergessen:

Es schauen immer jede Menge Menschen zu.

Ein wichtiges Gegen-Mittel gegen Hass-Sprache ist:

Menschen zu zeigen, dass man den Hass unerträglich findet.

Gegen welche Gruppen richtet sich Hate Speech?

Fast immer richtet sich Hass gegen die gleichen Gruppen und Menschen.

Die Richtung kann man erkennen.

Das macht es einfacher, etwas dagegen zu tun.

Rechts-Extremismus

Manche Menschen meinen unser Land ist schlecht.

Wir sollten einen starken Mann haben.

Einen, der alles allein entscheidet.

Sie meinen: Ausländer sollen raus aus Deutschland.

Anti-Semitismus

Juden leben seit mehr als tausend Jahren in Deutschland.

Juden haben eine andere Religion als die meisten.

Manche Menschen glauben, Juden seien schlecht.

Anti-Ziganismus

Manchen Menschen sagen: Roma sind schlecht.

Roma sind seit vielen Jahren eine Minderheit in Deutschland.

Hass-Sprache gegen Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen unterstellt man oft einen Mangel.

Es gibt viele verschiedene Behinderungen.

Hass-Sprache gegen geflüchtete Menschen

Es gibt Menschen, die nach Deutschland geflohen sind.

Manche Menschen glauben, sie nehmen ihnen was weg.

Anti-muslimischer Rassismus

Der Islam ist eine Religion.

Die Menschen nennt man Muslime.

Manche Menschen sagen: Muslime sind schlecht.

Hass-Sprache gegen LGBTI

LGBTI ist eine Abkürzung für Menschen mit anderer Sexualität.

L meint Frauen, die Frauen lieben.

G meint Männer, die Männer lieben.

B meint Menschen, die Männer und Frauen lieben.

T meint Menschen, die im Körper eines Mannes geboren wurden, aber Frauen sind.

Oder Menschen, die im Körper einer Frau geboren wurden, aber Männer sind.

I meint Menschen, die nicht klar Männer oder Frauen sind.

Manche Menschen meinen: LGBTI sind schlecht.

Sexismus

Manche Menschen sagen: das andere Geschlecht ist schlecht.

Frauen werden häufig schlechter behandelt.

Counter Speech ist Englisch. Es bedeutet Gegen-Sprache.

Was ist Counter Speech?

Counter-Speech ist:

Internet-Nutzer tun etwas gegen Hetze.

  • Mit ihrer Tastatur.
  • Mit ihren Gedanken.

Counter-Speech ist, wenn man sich wehrt.

 

Viele Menschen finden Hass-Sprache unerträglich.

Ver-allgemein-erungen und Herab-Würdigungen benennen sie laut und deutlich.

 

Selten reagieren sie mit Hass.

Oft antworten die Menschen mit Argumenten.

Auch Humor ist eine Reaktion.

Oder Geschichten.

Die Antworten erzählen aus einer anderen Sicht als die der Hater.

Sie sind oft überraschend.

 

Counter-Speech ist ein wichtiges Signal.

Denn sie wirkt gegen Hass und Hetze.

Sie zeigt Betroffenen, dass sie nicht allein sind.

Denen, die nur Hass-Sprache kennen, zeigt sie Anderes.

Was kann ich gegen Hass und Hetze im Internet tun?

Man entdeckt Hass-Sprache.

Dann kann man das melden.

Wenn es gegen Gesetze verstößt.

 

Manchmal ist es schwer:

Ist etwas Hass-Sprache oder nur blöd gesagt?

Man kann es nicht immer sagen.

 

Aber:

Auch wenn sich einer im Ton vergreift.

Man darf sich wehren.

So kannst du bei No Hate Speech mitmachen

Du kannst uns auf Facebook folgen: /nohatespeechdeutschland

Du kannst uns auf Twitter folgen: /nohatespeechde

Du kannst uns auf Instagram folgen: /nohatespeechde

 

Du kannst einen No Hate Anstecker bestellen.

Oder auch No Hate Luftballons.

Oder No Hate Aufkleber.

Schick uns deinen Namen und deine Adresse an bestellung@no-hate-speech.de

Wenn Du den Anstecker hast, kannst Du eine Foto von dir mit dem Anstecker machen.

Das Foto kannst du uns schicken an infono-hate-speech.de

Das Foto stellen wir dann auf Instagram ein.

So kannst du dich schützen

Ein guter Rat ist:

  • Stelle keinen privaten Dinge ins Internet.
  • Schreibe nicht deinen Namen an Unbekannte.
  • Schreibe nicht deine Adresse an Unbekannte.

Kontern: Argumente gegen Hass-Sprache

Counter Speech kennt man aus der Jugend.

Jeder hat den Eltern schon mal die Meinung gesagt.

 

Der Hass im Netz ist gezielt.

Man kann ihn in Gruppen aufteilen.

Dann kann man besser was dagegen tun.

Hier sind viele Sachen zum Runter-Laden:

  • Sprüche
  • Gegen-Reden

Wer auch gute Beispiele hat, wir freuen uns:

infono-hate-speech.de 

 

Einige Gruppen und Initiativen haben sich auf Gegen-Strategien spezialisiert.

Sie schlagen vor:

Das kann man tun! 

Rechts-Extremismus

Rechts-Extreme hetzen, um andere auszuschließen.

Sie suchen auch nach neuen Anhängern.

 

Auch Tier-Schutz kann mit rechten Inhalten gefüllt werden.

Eigentlich geht es um ein-heimische Tier-Arten.

Dann plötzlich um Heimat und Volk.

Rechts-Extreme verbreiten über andere Themen ihre rassistischen Ideen.

Hier sollte man etwas dagegen sagen.

Sonst gilt das als Zustimmung.

 

Typisch ist der Satz:

"Ich bin kein Rassist, aber ..."

Was will man damit sagen?

Eine klare Äußerung hilft.

Anti-Semitismus

Ein Satz wie "Einfach ausrotten würde ich sagen" ist ein Fall für ein Gericht.

Ganz klar ist es aber nicht immer.

 

Wenn man sagt:

"Die Deutschen haben auch gelitten."

Dann ist das nicht falsch.

Viele Menschen leiden immer wieder.

 

Umkehr von Opfer und Täter ist Anti-Semitismus.

So soll die deutsche Geschichte verharmlost werden.

Wenn alle Opfer waren:

Dann war die Ermordung von mehreren Millionen Juden nicht so schlimm.

Hass-Sprache gegen geflüchtete Menschen

Einige meinen Deutsche sind bessere Menschen.

Das finden einige richtig. 

Die Stimmen werden zumindest lauter.

Andere Menschen erkennen gleichzeitig:

Hass-Sprache und Gewalt sind verbunden.

Sie wehren sich aktiv.

 

Die Verdrehung von Tatsachen ist ein Merkmal:

"Wegen der Flücht-linge kann meine Tochter keinen Sport treiben."

Das haben aber Politiker entschieden.

Sie haben gesagt:

Flüchtlinge sollen in Turnhallen schlafen.

Deshalb können geflüchtete Menschen nichts dafür.

Anti-muslimischer Rassismus

Die Hetze gegen die Muslime ist weit verbreitet.

Dabei sind angeblich alle:

  • rückständig
  • anti-westlich
  • gewalttätig
  • überall
  • sexualisiert

 

Wenn man aber sagt, dass der Anteil von Muslimen gering ist.

Etwa vier Millionen leben hier.

Das sind bei 80 Millionen Menschen wenig.

Dann wird das Thema gewechselt.

 

Gegen Themen-Wechsel hilft nur eines:

Alles genau besprechen.

Und eines nach dem anderen angehen.

Anti-Ziganismus

Roma wurden schon lange Zeit anders behandelt.

Heute sagen einige:

Das sind arme Ausländer.

Aber alle wissen:

Niemand kommt nach Deutschland um arm zu sein.

 

Solidarität mit den Ausgeschlossenen ist gut.

Für die Betroffenen.

Für eine freie Gesell-schaft.

Hate Speech gegen LGBTI

Auch wenn es schwerfällt:

Humor ist oft die beste Antwort.

Inhaltlich hilft er wenig.

Humor befreit aber.

 

Sexualität ist etwas Privates.

Persönliche Verletzungen sind das Ziel von Hassern.

Die Betroffenen sollen schweigen.

Eine Gegen-Reaktion ist die Frage:

"Redest Du mit allen so?"

Sexismus

Jeder kennt das Bild der Karriere-Frau.

Das Bild des Karriere-Mannes gibt es nicht.

Solche Zu-Schreibungen sagen viel über uns.

 

Manche sagen, Frauen sind schon lange gleich-berechtigt.

Aber warum wurde Claudia Neumann beschimpft?

Sie hatte als erste Frau ein EM-Fußball-Spiel kommentiert.

Die meisten Sport-Journalisten sind männlich.

Trotzdem haben Menschen gesagt, Frauen sollen das nicht machen.

Schon eine Frau war ihnen zu viel.

 

Wir finden das zeigt:

Es gibt auch 2016 viel zu tun!

Hass-Sprache gegen Menschen mit Behinderung

Das Aussehen spielt heute eine große Rolle.

Der Körper soll perfekt sein.

 

Das Wort "behindert" gilt als Schimpfwort.

Einfach so.

Hier muss man oft einfach Aufklärung betreiben.

Menschen leben mit der Behinderung.

Eine Behinderung kann verschiedene Ursachen haben.

Was sagt das Gesetz zu Hate Speech?

Es gibt keine Gesetze zu Hate Speech.

Denn das Internet ist noch neu.

Trotzdem muss man sich benehmen.

Denn manche Dinge sind verboten.

 

Es gibt Gesetze gegen

  • Volks-Verhetzung
  • Beleidigung
  • Verleumdung
  • Üble Nachrede

Volks-Verhetzung ist: wenn man zu Hass und Gewalt gegen Menschen und Gruppen aufruft wegen ihrer Herkunft.

Beleidigung ist: wenn man jemanden beschimpft.

Verleumdung ist: wenn man falsche Behauptungen über jemanden verbreitet.

Üble Nachrede ist: wenn man Lügen über jemanden verbreitet.

 

Es gibt auch schon Urteile von Gerichten.

Sie dienen anderen Gerichten als Hilfe.

 

Wichtig ist zu wissen:

Ob online oder außerhalb des Internets:

Bei verbotenen Handlungen ist das egal.

Strafbar ist immer strafebar!

Wer tut etwas gegen Hate Speech?

Welt-weit tun viele Menschen etwas gegen Hass-Sprache online.

Auch in Deutschland gibt es schon seit Jahren viele Unterstützer.

Aktivisten und Vereine arbeiten für einen freundlichen Umgang im Internet.

Tatsächlich sind es viel mehr Menschen, als es manchmal scheint.

 

Das No Hate Speech Movement macht all das Tun sichtbar.

Die guten Ideen und Aktionen kommen zusammen.

So wird klar:

Die Hater sind in der Minderheit.

Die Betroffenen sind nicht allein.

Im Gegenteil:

Die ganz große Mehrheit steht an ihrer Seite.

Das Nationale Kampagnen Komitee

Seit Februar 2016 kümmern sich die Neuen deutschen Medienmacher um die Kampagne in Deutschland.

Bis Ende 2017 fördert das Bundes-Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend uns.

Das geschieht im Rahmen des Programms "Demokratie leben".

 

Das Nationale Kampagnen Komitee begleitet uns.

Ein breites Bündnis ist im Komitee versammelt.

Einige haben auch Informationen in leichter Sprache: