NO HATE SPEECH MOVEMENT

Das No Hate Speech Movement wurde 2012 vom Europarat ins Leben gerufen und  startete zunächste als Jugendkampagne mit dem Ziel junge Menschen zu mobilisieren, sich gegen Hass im Netz einzusetzen sowie die Menschenrechte im Internet zu fördern. Zusätzlich sollte die breite Öffentlichkeit weiter für das Thema sensibilisiert werden. Das Ziel war der gesellschaftlichen Akzeptanz vor Hass im Netz entgegenzutreten. Jugendliche sollten durch das Projekt ihre Medienkompetenz stärken und Strategien und Kompetenzen entwickeln, die ihnen dabei helfen, mit Cyber-Mobbing und Hass im Netz umzugehen und sich aktiv dagegen einzusetzen.

Die Kampagne lief zunächst von 2012 bis 2018 und wurde in 45 europäischen Staaten eingeführt. Seit 2016 gibt es das No Hate Speech Movement auch in Deutschland. Es ist als Projekt bei dem Verein Die neuen deutschen Medienmacher*innen angesiedelt, der sich für mehr Vielfalt in den Medien einsetzt. Nach 2018 wurde das No Hate Speech Movement ein unabhängiges europäisches Netzwerk. 

Das No Hate Speech Movement Deutschland fokussiert sich seit 2018/19 vor allem auf Medienschaffende und Nachwuchsjournalist*innen, die von Hass im Netz betroffen sind. So wurden unter anderem “Train the Trainer”-Workshops für Journalist*innen und Redakteur*innen zum Umgang mit Hass im Netz entwickelt mit dem Ziel, eine zentralen Anlaufstelle in Deutschland zu sein, die geschulte Trainer*innen an interessierte Redaktionen bundesweit vermittelt.

Das NHSM versteht sich mittlerweile als landesweite Vernetzungsstelle. Im gesamten Bundesgebiet unterstützt das Movement Initiativen, Medienschaffende und Aktivist*innen in Form von Beratungen, Informationen und Empfehlungen, aber auch mit Werbematerial, Broschüren und Flyern zum Umgang mit Hass im Netz.
Im Jahr 2020 wurden themenspezfische Fachgruppen gegründet, die sich gemeinsam vernetzen und nützliche Ressourcen zu ihrer Arbeit austauschen.
Außerdem ist das NHSM Teil von zwei Kompetenznetzwerken: dem Kompetenznetzwerk “Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft” und dem Kompetenznetzwerk “Hass im Netz”. 

Bis Ende 2017 förderte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Koordination des Projekts im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“.  
2018 und 2019 wurde das Projekt zudem von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, der ZEIT Stiftung, Facebook, Twitter und der FAZIT Stiftung unterstützt.
Seit 2020 wird das Projekt vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!", der FAZIT STIFTUNG und Twitter gefördert.

Ebenfalls seit 2020 ist das No Hate Speech Movement Teil des internationalen und vom Europarat ins Leben gerufenen Projekts WE CAN for human rights speech. Das Projekt betreibt Forschung im Themenbereich Hate Speech und unterstützt damit Aktivist*innen und NGO’s mit effektiven Hilfs- und Lösungsansätzen. Gemeinsam wurde zum Beispiel ein Communication-Tool entwickelt, das gezielt für Journallist*innen und Aktivist*innen entwickelt wurde, um sie dabei zu unterstützen eigene Online-Kampagnen zu entwickeln.

DAS NATIONALE KOMITEE IN DEUTSCHLAND

Im Nationalen Komitee des NHSMs in Deutschland sind rund fünfzig der relevantesten Akteur*innen rund um das Thema Hate Speech vertreten. Dieses einzigartige Gremium soll mithilfe strategischer Netzwerkarbeit, Wissensgenerierung und- transfer dazu genutzt werden, den themen- und bereichübergreifenden Einsatz gegen Hass und Hetze zu koordinieren und abzubilden. Das Nationale Komitee begleitet und berät das No Hate Speech Movement. Ein breites Bündnis aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung ist im Komitee versammelt:

 

Weitere Mitglieder im Nationalen Komitee:

Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

DAS MOVEMENT IN EUROPA UND WELTWEIT

2013 haben Jugendorganisationen des Europarats das No Hate Speech Movement ins Leben gerufen. Mittlerweile sind in 40 Staaten vor allem junge Menschen dabei und wollen Hetze und Hass im Netz nicht tatenlos hinnehmen. Die No Hate Speech Plattform des Europarats zeigt, wer wo aktiv ist.

Im International Network against Cyber-Hate (INACH) sind weltweit die größten Organisationen vernetzt, die sich für die Wahrung der Menschenrechte im Internet einsetzen. 2002 hat Jugendschutz.net gemeinsam mit Magenta, einer niederländischen Beschwerdestelle das Netzwerk gegründet.

UNTERSTÜTZER*INNEN